Mimaki CG-AR 60
| Schnittbreite | ca. 600 mm |
|---|---|
| Typ | Rollen- und Bogenschneideplotter |
| Werkzeuge | Messer, Stift, Prägen |
| Schneideandruck | bis 550 g |
| Passermarkenerkennung | ID Cut, integriert |
| Software | EasyCut kompatibel |
Rolle und Bogen in einem Gerät
Die meisten Schneideplotter sind auf Rollenmaterial ausgelegt. Der CG-AR 60 verarbeitet beides — Rollenware ebenso wie einzelne Bogen. Das klingt nach einer Kleinigkeit, spart im Alltag aber den Umweg: Restestücke, angeschnittene Bogen und zugeschnittene Reste lassen sich direkt einlegen, statt sie erst wieder auf eine Rolle zu bringen.
Was die Passermarkenerkennung im Alltag bedeutet
Mimaki nennt die optische Passermarkenerkennung ID Cut. Der Plotter sucht die gedruckten Marken selbst und richtet den Schnitt danach aus. Damit lässt sich Print & Cut auch mit getrennten Geräten fahren: drucken auf dem Drucker, schneiden auf dem Plotter. Was dabei zu beachten ist — Markengröße, Abstand, Messerversatz —, steht in unseren Tipps zu Print & Cut.
Zur Größe
Rund 600 mm Schnittbreite treffen den Standard der Beschriftungsfolie, die überwiegend in 61 bis 63 Zentimetern geliefert wird. Für Fahrzeugteile und großflächige Dekoration ist die 1.300-mm-Ausführung die passendere Wahl.
Software
Der CG-AR arbeitet mit unserer eigenen Schneidesoftware zusammen. EasyCut übernimmt Konturen aus den gängigen Grafikprogrammen und steuert den Plotter direkt an — siehe EasyCut 8 Professional. Der Anpressdruck von bis zu 550 Gramm deckt die Spanne vom dünnen Klebefilm bis zu kräftigeren Folien ab.
Wann ein anderes Modell besser passt
Der CG-AR 60 ist als Tischgerät gebaut und schneidet nach Herstellerangabe auf 606 mm Breite. Fallen regelmäßig Bahnen an, die über das übliche Beschriftungsmaß hinausgehen, etwa für ganze Schaufensterflächen oder Planen, stoßen Sie damit schnell an die Grenze. Dann ist die breite Ausführung, der CG-AR 130, die bessere Investition.
Laufen über Stunden lange Rollen ohne Aufsicht durch, lohnt der Vergleich mit dem CG-FXIIplus, der Rollen mit bis zu 200 mm Durchmesser aufnimmt. Und für Wellpappe, Schaumplatten oder dicken Karton ist jeder Rollenplotter die falsche Wahl – solches Material gehört auf ein Flachbett wie den CFL-605RT.
Was Sie zusätzlich brauchen
Mimaki sieht für die Serie einen Windows-Treiber, die Vorlagen-Anwendung Simple POP und das Plug-in FineCut/Coat9 für Illustrator und CorelDRAW vor. Wer eine eigenständige Schneidesoftware bevorzugt, bleibt bei EasyCut, das weiter oben beschrieben ist.
Bei den Optionen lohnt ein zweiter Blick: Ein Ständer macht aus dem Tischgerät ein Standmodell, der Bogentisch erleichtert die Arbeit mit Einzelbogen, und mit dem Schneidebogen lassen sich Papier und Verpackungsmuster im A3-Format schneiden und rillen. Das Rillwerkzeug selbst ist laut Datenblatt ebenfalls optional. Klingen für Standardfolie, kleine Schriften oder Reflexfolie finden Sie unter Medien & Messer.
Häufige Fragen zum CG-AR 60
Welche Materialbreiten verarbeitet der CG-AR 60?
Laut Datenblatt passen Materialien zwischen 90 und 740 mm Breite in die Maschine. Die nutzbare Schneidfläche ist 606 mm breit und bis zu 51 m lang, der Rollendurchmesser darf nach Herstellerangabe 150 mm nicht überschreiten.
Wie schnell arbeitet der CG-AR 60?
Beim Schneiden lässt sich das Tempo nach Herstellerangabe zwischen 1 und 70 cm/s einstellen. Leerfahrten ohne abgesenktes Messer laufen schneller, in diagonaler Richtung bis 103 cm/s.
Welche Folien und Materialien schneidet der CG-AR 60?
Das Datenblatt nennt Vinyl bis 0,25 mm Stärke, fluoreszierende und reflektierende Folie sowie beschichtete Pappe. Der Anpressdruck reicht bis 550 g. Mimaki führt außerdem Magnetfolie, Etiketten und Regalwobbler als typische Anwendungen auf – entscheidend ist im Einzelfall das passende Messer.
Kann der CG-AR 60 Aufträge per Barcode zuordnen?
Ja. ID Cut gehört nach Herstellerangabe zur ganzen CG-AR-Serie, also auch zum Tischmodell. Der Sensor liest neben den Passermarken einen mitgedruckten Code und ruft damit selbstständig die passende Schnittdatei auf. Das spart das Zuordnen von Hand, wenn mehrere Motive auf einem Bogen liegen.
Wie wird der CG-AR 60 angeschlossen?
Zur Wahl stehen USB 2.0, Ethernet und die serielle Schnittstelle RS-232C. Über Ethernet können mehrere Arbeitsplätze auf den Plotter zugreifen. Die Befehlssprache MGL-IIc/Ic1 ist für Fremdsoftware relevant, die den Plotter direkt ansteuern soll.
Wie viel Platz braucht das Tischmodell?
Mimaki gibt 1.030 × 287 × 335 mm und 17 kg an, mit dem optionalen Ständer 27 kg. Die Leistungsaufnahme liegt laut Datenblatt bei 140 bis 168 W, eine normale Steckdose genügt.
Bekomme ich eine Einführung in die Bedienung?
Auf Wunsch ja. Messertiefe, Anpressdruck und das Einlesen der Passermarken sind schnell erklärt, wenn man es einmal am eigenen Material gesehen hat. Was wir dafür anbieten, finden Sie unter Schulung & Training.

























