Mimaki TS330-1600
| Druckbreite | 1.600 mm |
|---|---|
| Technologie | Sublimations-Transfer |
| Tinten | Orange, Violett, Fluoreszenz |
| Anwendung | Sportbekleidung, Mode, Soft Signage |
| RIP-Software | TxLink4 |
Wie Sublimation arbeitet
Bei der Sublimation wird zunächst auf Transferpapier gedruckt. Unter Hitze geht die Tinte in die Gasphase über und verbindet sich mit der Polyesterfaser — sie liegt danach nicht auf dem Stoff, sondern ist Teil davon. Daher der Griff, den man auf einem sublimierten Trikot nicht spürt, und die Haltbarkeit: Es gibt keine Schicht, die reißen oder sich ablösen könnte.
Die Kehrseite ist die Materialbindung. Sublimation funktioniert auf Polyester und polyesterreichen Mischungen, und sie funktioniert auf hellen Stoffen. Baumwolle nimmt die Tinte nicht an, und auf dunklem Grund fehlt das Weiß. Wer beides braucht, kommt um ein zweites Verfahren nicht herum — siehe DTF-Druck.
Zum erweiterten Farbraum
Die Tintenbestückung mit Orange, Violett und Fluoreszenzfarben zielt genau auf die Töne, die im normalen Vierfarbdruck nicht erreichbar sind: kräftige Signalfarben in der Sportbekleidung, satte Zwischentöne in der Mode. Ob eine bestimmte Hausfarbe damit erreicht wird, lässt sich vorab prüfen — wie das geht, steht unter Farbprofil-Erstellung.
Was zur Maschine gehört
Zwischen Druck und fertigem Textil steht der Kalander: Ohne Transferpresse oder Kalanderanlage bleibt das Motiv auf dem Papier. Bei 1.600 mm Bahnbreite sollte dessen Arbeitsbreite dazu passen, sonst wird die Presse zum Engpass der ganzen Kette.
Wann ein anderes Modell besser passt
Der Mimaki TS330-1600 ist für die Produktion ausgelegt: zwei versetzt angeordnete Druckköpfe und nach Herstellerangabe bis zu 69 m²/h. Wer nur gelegentlich sublimiert, Muster fertigt oder personalisiert, kommt mit dem TS200-1600 aus, der mit einem Druckkopf bis zu 36 m²/h erreicht. Für breitere Bahnen gibt es den TS330-1800 mit 1.940 mm Druckbreite.
Sollen neben Polyester auch Baumwolle oder Leinen bedruckt werden, ist die Tx330 Serie die Alternative: Sie druckt wahlweise auf Transferpapier oder mit Pigmenttinte direkt auf Stoff.
Häufige Fragen zum Mimaki TS330-1600
Wie schnell und wie fein druckt der TS330-1600?
Mimaki nennt bis zu 69 m²/h bei 1.610 mm Druckbreite. Die kleinste Tropfengröße liegt bei 4 pl, die Auflösung bei bis zu 1.200 dpi. Eine neue Tropfentechnik gleicht nach Herstellerangabe Fehler einzelner Druckköpfe aus.
Welche Farbkonfigurationen gibt es?
Der Drucker arbeitet mit der Sb411. Laut Datenblatt reicht die Auswahl von vier Farben über Kombinationen mit Fluoreszierend Pink und Gelb, Violett und Orange oder Light-Farben bis zu sieben Farben mit Light Blue, Light Magenta und Light Black.
Die Tinte kommt in 2-Liter-Beuteln; für Blau, Magenta, Gelb und Schwarz gibt es optional ein 10-kg-Tanksystem.
Eignet sich der TS330-1600 für lange Läufe ohne Rollenwechsel?
Mit der optionalen Mini-Jumbo-Rolleneinheit verarbeitet er nach Herstellerangabe rund 2.500 Meter Transferpapier am Stück. Serienmäßig nimmt er Rollen bis 45 kg und 250 mm Durchmesser auf.
Wie sorgt der Drucker für einen gleichmäßigen Papiertransport?
Mimaki setzt auf eine Aufwickelvorrichtung mit zwei Motoren, Führungen an den Medienkanten und eine Nachheizung. Ein Wischer aus Textil nimmt Tintenreste an den Druckköpfen auf, damit sie beim Reinigen nicht verteilt werden.
Welche RIP-Software ist dabei?
Zum Standardpaket gehört laut Mimaki TxLink4 beziehungsweise TxLink5 Lite, eine auf den Textildruck zugeschnittene RIP-Software mit Farbmanagement und Rapportfunktion für Endlosmuster.
Können Sie meinen bisherigen Sublimationsdrucker in Zahlung nehmen?
Ja, beim Wechsel auf den TS330-1600 rechnen wir Ihr bisheriges Gerät auf Wunsch an. Welche Angaben wir dafür brauchen, steht unter Inzahlungnahme.
Was muss ich für Aufstellung und Einweisung einplanen?
Der TS330-1600 wiegt laut Datenblatt 241 kg und misst 3.170 x 1.215 x 1.305 mm; dazu kommt Platz für Rollenwechsel und Kalander. Wir liefern, installieren und weisen Ihr Team ein, Einzelheiten unter Installation.






