Farbprofile & Color Management: ICC-Profile für Ihre Drucker
Reproduzierbare Druckergebnisse beginnen mit einem präzisen Farbmanagement. Unsere Techniker erstellen individuelle ICC-Profile für Ihre Drucker – abgestimmt auf Ihre Tinten, Medien und RIP-Software.
Leistungsumfang
- Linearisierung Ihres Druckers (Inkdensity, Druckkopfausrichtung, Media Feed)
- Druck und Vermessung von ICC-Testcharts mit Spectrophotometer
- Erstellung maßgeschneiderter ICC-Output-Profile
- Einbindung in Ihre RIP-Software (RasterLink, EasyCut, onyx, Caldera u.a.)
- Überprüfung und Validierung mit Delta-E-Messung
- Schulung des Personals im Umgang mit Farbprofilen
Für welche Systeme?
Wir profilieren alle gängigen Drucksysteme: Solvent-, UV-, Latex- und Textildrucker aller Fabrikate aus unserem Sortiment sowie Geräte anderer Hersteller.
Weitere Infos zum Thema
Lesen Sie unseren ausführlichen Ratgeber zu Farbmanagement & ICC-Profilen.
Wann ein eigenes Profil nötig wird
Die mitgelieferten Profile Ihres RIP decken die gängigen Materialien ab und sind ein brauchbarer Ausgangspunkt. An vier Stellen reichen sie erfahrungsgemäß nicht:
- Neues Material: Eine Folie eines anderen Herstellers nimmt Tinte anders auf. Das Fertigprofil bringt dann zu viel oder zu wenig Tinte auf.
- Neue Tinte: Nach einem Wechsel der Tintenserie stimmen die alten Profile nicht mehr, auch wenn die Maschine dieselbe ist.
- Zwei Maschinen, ein Auftrag: Sobald ein Motiv auf zwei Geräten entstehen kann, müssen beide dasselbe Ergebnis liefern.
- Verbindliche Hausfarben: Wenn ein Kunde seinen Firmenton einfordert, ist Augenmaß keine Grundlage mehr.
Wie ein Profil entsteht
Ein Profil ist keine Einstellung, die man aufdreht, sondern eine Messreihe. Der Ablauf in Kürze:
- Linearisierung: Zuerst wird die Tintenmenge je Kanal so abgestimmt, dass die Tonwerte gleichmäßig ansteigen.
- Tintenlimit: Dann wird bestimmt, wie viel Tinte das Material insgesamt verträgt, bevor es quillt, wellt oder verläuft.
- Messcharts: Ein Testchart mit mehreren hundert Farbfeldern wird gedruckt, kontrolliert abgelüftet und anschließend spektral vermessen.
- ICC-Profil: Aus den Messwerten entsteht das Profil, das im RIP hinterlegt und gegengeprüft wird.
Zwei Punkte, an denen Profile scheitern:
- Zu früh gemessen. Solventtinte verändert ihren Farbort noch Stunden nach dem Druck. Wer das Chart direkt aus der Maschine misst, baut die Verschiebung fest ins Profil ein – der Druck sieht am nächsten Tag anders aus als das Profil verspricht.
- Der Zustand der Maschine. Ein Profil bildet den Zustand ab, in dem die Maschine bei der Messung war. Fehlen Düsen oder ist der Vorschub nicht kalibriert, wird die Fehlfunktion mit einprofiliert. Deshalb steht am Anfang immer der Düsentest, nicht das Messgerät.
Zwei Maschinen aufeinander abstimmen
Der häufigste Anlass in der Praxis: Ein Auftrag ist zu groß für eine Maschine, oder ein Nachdruck läuft auf dem zweiten Gerät. Beide Maschinen werden dabei nicht „gleich eingestellt“, sondern auf einen gemeinsamen erreichbaren Farbraum gebracht – die schwächere gibt vor, was möglich ist. Wie das rechnerisch funktioniert und wo die Grenzen liegen, steht ausführlich in unserem Ratgeber zum Farbmanagement im Digitaldruck.
Was wir dafür brauchen
Sagen Sie uns Maschine, Tintenserie, RIP-Software und die Materialien, für die Sie Profile brauchen. Wenn es um den Abgleich zweier Geräte geht, nennen Sie bitte beide – und wenn es einen verbindlichen Zielfarbwert gibt, auch den.
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